Der Klassiker auf unserer Karte, den du immer bei uns bekommst: Unser Beef Tartare, mit dem wir uns an das Piemontesische Carne Cruda angelehnt haben — ein grob handgeschnittenes Beiried hervorragender Qualität, ohne viel Chichi.

Die Geschichte dazu: Bei unserer ersten Karte zur Eröffnung 2016 wollten wir uns von dem in der Wiener Gastronomie leider oft mit Ketchup vermischten Beef Tartare und intensiv schmeckenden und riechenden Ingredienzien absetzen. Dazu haben wir eine Variante mit leichtem, flaumigen Trüffelschaum und frischen Zutaten wie Schnittlauch, Kresse, Sardellenfilets, Charlotten und einem Bio-Ei komponiert.

Vier Wochen nach der Eröffnung haben wir dann das Beef Tartare wieder von der Karte genommen — aber das gab einen richtigen Aufstand unserer Kunden, ein kleiner Shitstorm, was wir uns denn einbilden, dieses wunderbare Beef Tartare nicht mehr anzubieten. Also habe ich damals beschlossen, dass dieses Beef Tartare nach Art eines Carne Cruda eines unserer Signature-Dishes im Lingenhel ist.

Nicht einmal unser Ziegenfrischkäse, unsere Burrata oder unser Mozzarella haben es geschafft, dass sie von Anfang an auf der Karte sind, obwohl wir eine Käserei sind — nur dem Beef Tartare ist das gelungen. So wurde es unser großer Klassiker, mit dem wir uns auch in der Wiener Szene einen Namen machen konnten.

(Natürlich gibt es unser Beef Tartare von Montag bis Freitag 11 bis 15 Uhr als Takeout. Vorbestellen verkürzt das Warten! Tel. 01-7101566.50)


Dieser königliche Stinker spaltet bis heute die Geister. Aber wer hätte gedacht, dass Vergesslichkeit (und vielleicht Verliebtheit) zu diesem  Highlight der Käsekultur führte...

...zur "Erfindung" des Roquefort, einem Schimmelkäse aus roher Schafmilch mit Blau- und Grünkulturen? Diese Blau- und Grünkulturen sind die polarisierendsten Reifekulturen, die es gibt, weil sie sehr intensiv und kräftig sind.

Die kleine Geschichte des Roqueforts beginnt vor rund 2000 Jahren in einer Höhle beim französischen Dorf Roquefort-sur-Soulzon, wo ein Laib Brot neben den Käselaiben vergessen wurde. Angeblich war es ja ein verliebter Schafhirte, der seine Jause in der Grotte ablegte um einem wunderschönen Mädchen zu folgen. Dieses Brot wurde nicht mehr bemerkt, so ist es komplett mit klassischem Brotschimmel aus Blau- und Grünkulturen zugewachsen. Diese Reifekulturen wanderten auf einen benachbarten Käselaib  und sind in dessen Inneres hineingewachsen.

Das Bemerkenswerte daran: Von den rund 400.000 Arten von Reifekulturen gibt es nur zwei, nämlich die Blau- und die Grünkultur, die hineinwachsen. Und als dann dieser Laib aus den Höhlen von Roquefort angeschnitten wurden waren die Reifekulturen innerhalb des Käses drinnen -- und wurden von den Bewohnern Roqueforts offenbar als Delikatesse befunden. Bei uns jedenfalls wird der Roquefort nie und niemals vergessen -- wir stellen ihn sogar in unsere Auslage:)

(Dank an Dan/Flickr für das Foto aus dem Herzen von Roquefort)


Johannes Lingenhel
macht gute Laune

23. April 2020

Unseren Kunden ist es schon aufgefallen: Wir haben unser tägliches Mehlspeisenangebot aufgerüstet, weil bekanntlich Süßes nicht nur viel gute Laune macht, sondern auch das Immunsystem besonders stärkt:)

Dazu habe ich eine kleine Geschichte zu erzählen. Als unser "junger wilder" Haubenkoch Roman Wurzer Anfang März das Kommando in Lingenhel's Kitchen übernommen hat, hat er tiefgestapelt: Mehlspeisen und Desserts seien nicht sein großes Ding, sagte er mir. Also war ich bereits drauf und dran, noch einen Patissier als Teil unseres Teams zu suchen. Aber dann hat uns Roman als erstes mit einem neuen Rezept für einen großartigen Blechkuchen überrascht. Es folgten seine Tartes, für die unsere Kunden mittlerweile schwärmen -- sogar kleine Kinder bestellen seither die Zitronentarte. Und jetzt kamen noch diese wunderbaren Eclairs, gefüllt mit fantastischer Mascarpone-Vanille-Creme. Wir sind schon auf seine nächsten Kreationen gespannt!

Wenn das nicht noch ein Hollywood-Ending gibt... A Zuckerbäcker is born!

(Seine Teigmischung für die Tarte bleibt natürlich sein Küchengeheimnis... aber zum Gelingen daheim hat er einen Tipp, den ihr auch im Bild seht: Mit der Gabel Löcher in den Boden stechen, egal ob groß oder klein, das verhindert die Blasenbildung im Teig.)


Aus unserer Greißlerei das besondere Care-Paket zum #wochenendegenießen daheim: Cremige, gehaltvolle Burrata von einer kleinen Käserei aus Apulien, mit Olivenöl aus Valencia, ein grasig, fruchtiger, besonders oliviger Blend. Für mich sicherlich zur Zeit das beste Olivenöl!

Dazu die große kulinarische Frage: Wie ist die Burrata eigentlich entstanden? Die Geschichte stammt aus der Zeit, als Europa noch von Büffeln übersäht war. Diese robusten, starken Tieren konnten die Kälte im Winter gut ertragen und sinken in den Feldern nicht ein, da ihre Hufe überkreuzt sind. Jedoch wurden diese Büffel durch die wachsende Landwirtschaft und Besiedelung immer mehr zurückgedrängt, bis sie in ihrer jetzigen Heimat, in Kampanien, ankamen. Aus deren fettreicher und gehaltvoller Milch wurde im Kampanien eine sehr geschmackvolle Büffelmozzarella gemacht.

In Apulien gab es hingegen keine Büffeln. Die dortigen Bauern waren darüber erzürnt, dass die aus ihrer normalen Kuhmilch gemachte Mozzarella nicht so gehaltvoll war wie Mozzarella der Konkurrenten aus Kampanien. Darum entschlossen sich die Apulier zu einer besonderen Herstellung: Wir machen zunächst eine Mozzarella und zerreißen dann die Pasta Filata, die langen Käsefäden, die beim Käsen entstehen. Diese gerissenen Mozzarellafäden geben wir in Panna, in Schlagobers. Dann füllen wir sie in Tascherl, die aus der Pasta Filata geformt werden. Und somit ist die Burrata entstanden.

In Apulien waren sie sehr glücklich, weil sie hatten damit eine mindestens so fettigen, cremigen, wohlschmeckenden Mozzarella wie die Büffelmozzarella in Kampanien. Das also ist die Geschichte warum Burrata entstanden ist.


Johannes Lingenhel
macht Gusto

04. April 2020

Ostern steht vor der Tür - die Temperaturen klettern wieder hinauf und die Sonnenstrahlen erheitern unsere Gemüter.

Die Pinzen werden täglich frisch geliefert, die Osterhasen aus dem fantastischen Kipferlteig werden fleißig geformt und eigentlich steht dem Osterbrunch nichts mehr im Wege - dieses Jahr eben in einem sehr kleinen Rahmen.

Es darf aber doch der Schinken im Brotteig nicht fehlen - oder?

Gerade in diesen Zeiten ist es für uns schwierig, die richtigen Mengen für Ostern zu planen. Daher bitten wir Sie, uns Ihre Bestellungen zukommen zu lassen, damit wir alles verfügbar haben. Wir haben versucht, es Ihnen so einfach wie möglich zu machen - daher gibt es ab sofort die Möglichkeit, uns Ihre Osterbestellung direkt über unsere Homepage zukommen zu lassen. Zur Bestellung geht es HIER.

Sie können auch das Bestellformular in einer übersichtlichen PDF-Version in Ruhe durchstöbern. HIER geht es zur PDF-Version.
Bis dahin wünschen wir Ihnen eine gute Zeit und wir freuen uns, Sie kulinarisch verwöhnen zu dürfen.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Lingenhel-Team


Vor jedem Geburtstag, jeder Einladung oder jedem Weihnachten stellen wir uns doch immer wieder dieselbe Frage: „Was ist das richtige Geschenk oder wie schaut das perfekte Mitbringsel aus?“
Zugegeben, in unserer heutigen Zeit, in der alles sehr schnell geworden ist, ist es oftmals schwierig, genau das Richtige zu finden.

Der GUT-ESSEN-TRINKEN-EINKAUFEN-SCHEIN kann die Antwort sein!



An der Bar bei einem Glas Cava von Agusti verweilen, in der Greißlerei die feinsten Prosciutti und Käsesorten mitnehmen und zu Hause dann Geschenke auspacken oder im Restaurant sich einfach mit gutem Essen verwöhnen lassen – das können Sie mit unseren Gutscheinen verschenken und Ihren Freunden ein Stück der Genussoase näher bringen.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft...



Daher planen wir auch wieder in der Osterwoche (06. - 11. April 2020) eine kleine Bonusaktion zu starten. Pro 10 Gutscheinen (á € 10) gibt es einen Gutschein von uns dazu (unser Osterbonus von 10%).

Viel Freude!